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Die Schirmherren


Oberbürgermeister Dr. Gerhard Langemeyer

Nach dem großartigen Erfolg des Jahres 2005 ist es nun am 23. Oktober wieder soweit: Bei der diesjährigen Aktion „Tatendrang“ der katholischen Stadtkirche sind Dortmunder Unternehmen sowie ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufgerufen, erneut Einsatz für soziale Projekte zu zeigen.
Ich hoffe, die so überaus positiven Erfahrungen und Ergebnisse des ersten „Tatendrangs“ werden wie ein Schneeballsystem viele Menschen und Unternehmen zum neuen und erneuten Mitwirken animieren.

Mit dem Blick auf das Projekt 2005 wissen wir, welch vielseitige Wirkung dieses soziale Engagement entfaltet: Der sichtbarste Erfolg sind die Ergebnisse, die in den sozialen Einrichtungen erreicht wurden, weil sie nur durch „Tatendrang“ und nichts anderes realisierbar waren. Die Mitarbeitrinnen und Mitarbeiter der sozialen Einrichtungen erfahren Hilfe, Unterstützung, sogar Partnerschaft von bisher unbekannter Seite. Diese Anerkennung und Aufmerksamkeit motiviert. Und: Anerkennung fördert bekanntlich die Leistungsbereitschaft. Positiv wirkt „Tatendrang“ genauso auf die Mitarbeiter der beteiligten Unternehmen. Gemeinsam übernommene Aufgaben stärken das Miteinander und fördern den Teamgeist. Das persönliche Können, das berufliche Fachgebiet auf neue Art und für einen neuen Zweck einsetzen zu können, wirken der Routine entgegen, erweitern das Blickfeld und fördern die Kreativität.
„Tatendrang“ rechnet sich auch für die Unternehmen. Die Motivation und Unternehmensverbundenheit der Beschäftigten wächst. Die Teilnahme am „Tatendrang“ bedeutet Imagegewinn und sicherlich auch Kundenzuwachs aus der Gruppe, die durch „Tatendrang“ auf das Unternehmen aufmerksam wurde.

Für eine solche Aktion, bei der es nur Gewinner gibt, übernehme ich gerne die Schirmherrschaft. Man kann diese neue Form des privaten Engagements aus christlicher Sicht erklären. Dafür gibt es gute Gründe. Doch auch auf kommunaler Ebene wird seit Jahren ein neues Modell kommunaler Selbstverwaltung und lokaler Gemeinschaft debattiert. Es basiert auf dem Grundgedanken der „Bürgerkommune“. Kernpunkt ist ein Lösen vom reinen Konsumieren öffentlicher Angebote und eine verstärkte Hinwendung zu mehr bürgerschaftlichem Engagement aus dem Gefühl der eigenverantwortlichen Mitgestaltung. „Tatendrang“ weist den Weg dahin. Auch deshalb wünsche ich der Aktion viel und nachhaltigen Erfolg.


Hans-Josef Becker, Erzbischof von Paderborn

Wenn Menschen sich voller Tatendrang aufmachen, um anderen Menschen zu helfen, ist das etwas sehr Gutes. Unsere Gesellschaft braucht den engagierten Dienst am Mitmenschen auf unterschiedlichen Ebenen. Denn die gelebte Solidarität macht eine Gesellschaft menschlicher. Das ist gerade uns Christen ein wichtiges Anliegen.

Ich habe deshalb wiederum gerne die Schirmherrschaft für das Projekt „Tatendrang“ übernommen. Bereits beim ersten Aktionstag 2005 hat mich das Engagement aller Beteiligten beeindruckt. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Dortmunder Unternehmen reparierten bei dieser Gelegenheit Dreiräder in einem Kindergarten, renovierten in einer Drogenhilfe-Einrichtung, organisierten einen Ausflug für Menschen mit Behinderungen und manches mehr. Dass Unternehmen sich mit ihren Mitarbeitern für solche und andere soziale Aktionen bei Tatendrang engagieren, ist nicht selbstverständlich und verdient besondere Anerkennung!

Das Projekt Tatendrang zeigt, dass sich die beteiligten Unternehmen als „Bürger“ einer sozialen Gemeinschaft verstehen und daher bereit sind, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Als Kirche im Erzbistum Paderborn möchten wir mit Tagendrang auch einen Anstoß zu mehr Selbstverantwortung und Solidarität in unserer Gesellschaft geben. Denn gerade in Zeiten wachsender sozialer Probleme und knapper werdender Mittel für soziale Aufgaben wird privates und ehrenamtliches Engagement immer wichtiger. Tatendrang bringt Unternehmen und soziale Einrichtungen zusammen und ermöglicht so beiden Seiten, von einander zu lernen. Die Mitarbeiter aus den Unternehmen können Erfahrungen in sozialen Arbeitsfeldern sammeln und ihre Zusammenarbeit im Team erproben. Das Arbeitsergebnis ist ein Gewinn für die sozialen Einrichtungen.

Ein Teilnehmer aus dem ersten Tatendrang-Projekt drückte das so aus: „Alle waren stolz, dass sie durchgehalten haben, sich untereinander so gut verstanden und etwas Schönes geschafft haben.“ Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern bei Tatendrang 2007 wünsche ich viele gute und ermutigende Erfahrungen und vor allem Gottes Segen bei ihrem Tun.

 
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Dr. Gerhard Langemeyer, Oberbürgermeister der Stadt Dortmund
 
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Hans-Josef-Becker, Erzbischof von Paderborn


 
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